Messages récents | Retour à la liste des messages | Rechercher
Afficher la discussion

Cal Kasper:Révolution,glasnost et perestroïka au Vatican
par Jean Kinzler 2016-04-29 11:56:51
Imprimer Imprimer

Kardinal Kasper: Was Franziskus von der Kirche und Europa erwartet
Peter Pappert & Bernd Matheiu
12118259.jpg
Aachen.

Als Papst Franziskus vor mehr als zwei Jahren daran ging, den enormen Widerspruch zwischen katholischer Sexualmoral und Familienpastoral einerseits und dem gelebten Alltag der Gläubigen andererseits zumindest ein wenig zu mildern, bat er den emeritierten Kurienkardinal Walter Kasper, sich der Sache anzunehmen und dessen Amtsbrüdern Augen und Ohren zu öffnen.

Von: Peter Pappert & Bernd Matheiu
Letzte Aktualisierung: 22. April 2016, 08:05 Uhr

Aachen. Als Papst Franziskus vor mehr als zwei Jahren daran ging, den enormen Widerspruch zwischen katholischer Sexualmoral und Familienpastoral einerseits und dem gelebten Alltag der Gläubigen andererseits zumindest ein wenig zu mildern, bat er den emeritierten Kurienkardinal Walter Kasper, sich der Sache anzunehmen und dessen Amtsbrüdern Augen und Ohren zu öffnen.
Zur Person: Von Heidenheim über Münster, Tübingen und Stuttgart nach Rom

Kardinal Walter Kasper ist in allen Fragen der Familie einer der engsten Berater des Papstes und in der Debatte um die Zukunft der Familienpastoral zentraler und maßgeblicher Antreiber, der beharrlich auf Reformen nicht zuletzt in der Frage des Kommunionempfangs für wiederverheiratete Geschiedene gedrängt hat.

Deshalb zeigt er sich nun mit dem nachsynodalen Schreiben des Papstes „Amoris laetitia“ (Freude der Liebe) zufrieden, weil es Reformen ermöglicht. Dass Franziskus sich den üblichen innerkirchlichen Schablonen von konservativ und progressiv entziehe, hat Kasper über Franziskus wiederholt gesagt; die Feststellung trifft auf ihn selbst genauso zu.

Kasper wurde am 5. März 1933 im schwäbischen Heidenheim geboren. Er studierte Philosophie und Katholische Theologie an den Universitäten Tübingen und München. 1957 wurde er zum Priester geweiht. 1961 promovierte er; schon drei Jahre später folgte die Habilitation im Fach Dogmatik. Mit 31 Jahren übernahm er an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster die Professur für Dogmatik. 1970 folgte er einem Ruf nach Tübingen.

1989 wurde Kasper Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zehn Jahre später rief ihn Papst Johannes Paul II. in den Vatikan. Als Mitglied der Vatikanischen Kurie leitete Kasper von 1999 bis 2010 den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und die Päpstliche Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Er lebt und wirkt nach wie vor in Rom und widmet sich intensiv theologischen Studien und Publikationen. (pep)

Der Deutsche gilt in Rom als Mann für heikle Fälle und spielte vor und während der Familiensynode eine herausragende Rolle.

Auf Kaspers Klugheit und Geschick setzten auch die Aachener Karlspreis-Verantwortlichen, um den Papst davon zu überzeugen, diese Auszeichnung – ausnahmsweise – anzunehmen. Über Franziskus und dessen Leitlinien sowie den Widerstand, auf den er in der Kirche stößt, sprachen unsere Redakteure Bernd Mathieu und Peter Pappert mit Kasper.

Franziskus verfolgt ein ambitioniertes Programm. Wie ist das Echo in der Kirche und in der vatikanischen Kurie?

Kasper: Die allermeisten Menschen weit über die katholische Kirche hinaus sind begeistert von diesem Papst. In der Kurie gibt es auch Widerstand. Aber wo gibt es den nicht? Wenn in Ihrer Redaktion alles umgekrempelt würde, gäbe es auch Widerstand.

Will der Papst in der Kurie alles umkrempeln?

Kasper: Er krempelt schon vieles um – aber nicht nur strukturell. Ihm geht es vor allem um die Mentalität. Nur wenn die sich ändert, bringen Strukturreformen überhaupt etwas. Das braucht Zeit. Franziskus arbeitet daran.

Der Papst hat das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Barmherzigkeit ist der zentrale Begriff seines Pontifikats. Sie haben vor vier Jahren ein Buch über die Barmherzigkeit geschrieben und es im März 2013 während des Konklaves im Vatikan dem Kardinal Jorge Mario Bergoglio, geschenkt. Wie kam es dazu?

Kasper: Ein paar Tage vor Beginn des Konklaves erschien die spanische Ausgabe des Buches. Die habe ich Kardinal Bergoglio geschenkt, als ich ihn im Gästehaus „Santa Marta“ an seiner Zimmertür stehen sah. Die Zimmer werden vor dem Konklave unter den Kardinälen ja immer ausgelost, und er war genau mir gegenüber untergebracht. Er war angetan von dem Titel „Misericordia“ und hat das Buch dann offensichtlich während des Konklaves gelesen.

Am ersten Sonntag nach seiner Wahl hat Franziskus auf dem Petersplatz Ihr Buch ausdrücklich erwähnt und zur Lektüre empfohlen. Was dachten Sie dabei?

Kasper: Ich habe das im Fernsehen gesehen und gedacht (lacht): „Was fällt dem Papst ein?“ Wenig später sagte er zu mir: „Ich habe Propaganda für Sie gemacht.“

War er für Sie schon vor dem Konklave jemand, der Papst werden sollte und könnte?

Kasper: Er war sicher auch für mich ein potenzieller Kandidat. Aber das Eigentliche ist im Konklave geschehen; da entstand der Eindruck: Es bewegt sich was. So haben es mir auch andere Kardinäle bestätigt. Bergoglio war jedenfalls jemand, auf den man schaute. Die Kurie befand sich in einer Krise; da musste jemand von außen kommen. Er hatte dazu im Vorkonklave sehr gut gesprochen.

War im Konklave eine starke Mehrheit der Meinung, dass frischer Wind von außen nötig ist, oder mussten Sie viel Überzeugungsarbeit leisten?

Kasper: Da bin ich eher zurückhaltend. Eine solche Wahl ist eine Gewissensentscheidung. Da soll man nicht versuchen, zu viel Einfluss zu nehmen.

Gibt es Fraktionsbildungen im Konklave?

Kasper: Das sollte es nicht geben. Manche sind sich natürlich näher; das ist das Normalste von der Welt. Manche sprechen sich ab; das ist nicht verboten. Dass sich regelrechte Fraktionen bilden, dafür bin ich aber nicht zu haben. Jeder muss das mit seinem Gewissen ausmachen.

Sie haben von einer „Revolution der Zärtlichkeit und der Liebe“ gesprochen. Ist es diese Zärtlichkeit, die so selten ist bei den Auftritten der großen Weltenlenker in Politik, Kirche und Wirtschaft, die dem Papst die Herzen zufliegen lässt?

Kasper: Er ist zuallererst Mensch. Das spüren die Leute. Und sie spüren, dass er glaubwürdig ist, dass er lebt, was er sagt. Er spricht eine sehr bilderreiche, konkrete Sprache, die die Menschen verstehen. Franziskus ist keiner aus dem Establishment. Er will Menschen begegnen. Er braucht das. Deshalb wohnt er nicht im päpstlichen Appartement. Als er gefragt wurde, warum er nicht in den Palast zieht, hat er gesagt: „Das ist bei mir ein pathologisches Problem. Da kann ich nicht leben. Da bin ich zu isoliert. Ich muss unter Menschen sein.“

Es wird viel gesprochen vom frischen Wind, der durch die katholische Kirche weht, von Glasnost und Perestroika im Vatikan, von einer franziskanischen Zeitenwende. Ist das angemessen oder übertrieben?

Kasper: Solche Begriffe sind immer ein bisschen übertrieben. Aber es ist schon richtig: Franziskus will das Gesicht der Kirche verändern – nicht ihr Wesen. Er will ein menschliches, ein barmherziges Gesicht dieser Kirche. Er will eine Kirche nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit ausgestreckter Hand. Er hat große seelsorgerische Erfahrung aus argentinischen Landgemeinden und Elendsquartieren. Der Papst steht mit beiden Füßen auf dem Boden; er ist nicht in einer abgehobenen klerikalen Welt zu Hause.

Manchen in der katholischen Kirche geht es nicht schnell genug mit der franziskanischen Wende, anderen geht es jetzt schon zu weit.

Kasper: Die Kritiker und die Zögerlichen bremsen; andere wollen ganz schnell alles umkrempeln. Das kann der Papst nicht. Franziskus geht Schritt für Schritt vor; er will möglichst viele mitnehmen. Sein Amt ist das Amt der Einheit.

Wer bremst?

Kasper: Konservativ eingestellte Leute, die sehr von Prinzipien her denken, die sie gewahrt sehen wollen; dabei verlieren sie zum Teil die Bodenhaftung. Sie haben auch Angst vor zu viel Veränderung. Die Kurie ist eine alte Institution, in der Karrieren und Gewohnheiten gepflegt werden.

Kritiker innerhalb der Kirche werfen dem Papst vor, er habe zwar schon viele Mauern eingerissen, aber keinen Plan für den Neubau, er habe mehr Ideen als Substanz. Er sei zu spontan.

Kasper: Spontan zu sein, ist ja nicht negativ. Franziskus lässt sich vom Heiligen Geist führen. Für ihn ist der Glaube keine Flutlichtanlage, sondern eine Laterne, die Schritt für Schritt leuchtet; sie gibt immer Licht für den nächsten Schritt. Er überlegt genau, was möglich ist. Das zeigt sich jetzt auch im Dokument „Amoris laetitia“ zur Familiensynode. Der Papst setzt neue Akzente, aber er darf seine Kirche nicht spalten.

Sie haben schon vor Monaten festgestellt, die Synode habe „die Tür für die Zulassung in Einzelfällen der wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten“ geöffnet. Wie groß ist Ihre Hoffnung heute?

Kasper: Die Tür ist offen. Franziskus schreibt aber nicht vor, wie man sie durchschreiten soll. Er wiederholt nicht frühere, eher negative Aussagen von vorherigen Päpsten darüber, was nicht möglich und nicht erlaubt ist. Da gibt es also Spielraum für die einzelnen Bischöfe und Bischofskonferenzen. Die Familiensynode hat ja gezeigt, dass es nicht nur Progressive und Konservative gibt, sondern unterschiedliche Kulturen in der einen Kirche. Die Eigenständigkeit der Kulturen zeigt sich derzeit sehr deutlich. Darauf muss der Papst Rücksicht nehmen. Nicht alle Katholiken denken wie wir Deutsche.

Franziskus hält also an dem Ziel fest, das er mehrmals bei bedeutenden Anlässen genannt hat: Synodalität, Dezentralisierung, mehr Kompetenzen für die Ortskirchen.

Kasper: In „Amoris laetitia“ sagt er auf den ersten beiden Seiten, es sei nicht Aufgabe des Lehramtes, für jede einzelne Situation zu entscheiden. Zweitens sagt er, die Kirche müsse sich inkulturieren. Die Kulturen sind aber nun mal verschieden. Das heißt: Bei uns kann richtig sein, was in Afrika als falsch gilt. Also lässt der Papst Spielraum für unterschiedliche Situationen und künftige Entwicklungen.

Die Kirche bewegt sich.

Kasper: Ja. Franziskus will nicht alles beim Alten lassen. Er spricht von Leidenschaft und Schönheit der leidenschaftlichen Liebe. Das ist nicht mehr wie früher abstrakt oder von Misstrauen geprägt.

Ein neuer Ton.

Kasper: Ja, ein neuer Ton.

Und Rückenwind für die Deutsche Bischofskonferenz.

Kasper: Sicher.

Wird es für die Pfarrer vor Ort leichter, mit Problemen in der Familienpastoral umzugehen?

Kasper: Leichter und schwieriger zugleich. Dabei ist die Praxis bei uns längst viel offener. Als ich Bischof von Rottenburg war, erzählte mir ein Pfarrer von einer Mutter, die geschieden und wieder verheiratet war und ihre Tochter auf die Erstkommunion viel besser und intensiver vorbereitet hatte als andere, eine Frau, die in der Gemeinde und der Caritas hoch aktiv war. Jetzt könne er doch am Tag der Erstkommunion dem Mädchen nicht sagen: „Du darfst, aber Deine Mama darf nicht.“ Der Pfarrer hatte vollkommen Recht. Das habe ich dem Papst erzählt, und Franziskus bestätigte meine Haltung: „Da muss der Pfarrer eine Entscheidung treffen.“ Ich habe gesagt: „Er hat entschieden.“ Solche Situationen menschlich zu regeln, dafür gibt es jetzt Rückenwind. Andererseits gibt es kein Patentrezept. Der Pfarrer braucht Fingerspitzengefühl. Ich weiß nicht, ob alle darauf genügend vorbereitet sind. Da muss in der Ausbildung viel geschehen, damit nicht jeder macht, was er will. Die einen eilen voraus, die anderen muss man schieben. Es wäre gut, wenn man gemeinsame Kriterien hätte, keine Weisungen, sondern Maßstäbe.

Das alles beherrschende Motiv bleibt Barmherzigkeit. Würde Franziskus den Umgang der Europäischen Union mit Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Afrika barmherzig nennen? Hören die Staaten der EU seine Botschaft?

Kasper: Die Botschaft wird nicht von allen angenommen. Auch ein Papst stößt auf Widerspruch. Andererseits hat sein Besuch auf der Flüchtlingsinsel Lampedusa Konsequenzen gehabt. Zuvor war es italienischen Fischern ausdrücklich verboten, schiffbrüchigen Flüchtlingen zu helfen. Das wurde geändert. Wir dürfen als Christen Kinder, Babys, alte Menschen nicht einfach im Dreck und im Nassen liegen lassen. Natürlich kann Eu-ropa nicht alle aufnehmen. Aber Obergrenzen lösen das Problem nicht und können auch das individuelle Asylrecht nicht außer Kraft setzen. Wenn wir so handeln würden wie der kleine Libanon, müssten wir Millionen aufnehmen.

Franziskus formuliert oft sehr deutlich, gar scharf, wenn er über die europäische Flüchtlingspolitik spricht. Er verlangt klipp und klar von Europa, seinen Lebensstil zu ändern. Er ist ungeduldig.

Kasper: Dass wir so wie bisher nicht weitermachen können, liegt auf der Hand. Was hinterlassen wir denn den folgenden Generationen? Der Papst formuliert prophetisch – nicht nur abstrakte Prinzipien, sondern konkrete Aufgaben. Das ist nötig, zumal von manchen ja auch geradezu Angst geschürt wird: Islamisierung Europas! Die Bundeskanzlerin hat ganz Recht, wenn sie sagt: Die Islamisierung können wir am besten dadurch verhindern, dass wir sonntags öfter in die Kirche gehen.

Erwarten Sie am 6. Mai bei der Karlspreisfeier in Rom eine Philippika des Papstes an Europa?

Kasper: Keine Philippika – das ist nicht seine Art. Aber er wird deutlich seine Meinung sagen, ob Europas Grundwerte mit der EU-Politik übereinstimmen.

Es heißt immer, ein Papst nehme generell keine Auszeichnungen und Preise an. Warum macht Franziskus mit dem Karlspreis eine Ausnahme?

Kasper: Das Karlspreisdirektorium hatte mich um Vermittlung gebeten. Ich bin zum Papst gegangen und habe ihm das Anliegen dieser Auszeichnung erläutert. Europa ist in einer schwierigen Situation; also wird jemand gesucht, der eine authentische, glaubwürdige, moralische Instanz ist. Da gibt es nur wenige; Franziskus ist vielleicht sogar der einzige. Er betrachtet die Auszeichnung bestimmt nicht als persönliche Ehrung, sondern als gute Gelegenheit, etwas zu Europa zu sagen – einem Kontinent, der seiner Meinung nach etwas müde geworden ist.

Sie waren für den Karlspreis Aachens wichtigster Botschafter.

Kasper: Das weiß ich nicht; ich war der Briefträger.

War es schwer, den Papst zu überreden?

Kasper: Man argumentiert vorsichtig. Er hat kurz danach auf die Frage eines Journalisten, warum er den Preis annimmt, gesagt: „Das liegt an der Dickköpfigkeit von Kardinal Kasper.“AZ
----
AACHEN. Lorsque François il y a plus de deux ans , il était, d'autre part, au moins pour atténuer l'énorme contradiction entre la morale sexuelle catholique et la pastorale familiale d'une part et la vie vécue de l'un peu fidèle, il a demandé à la émérite Cardinal Walter Kasper, de se pencher sur la question et de ses confrères pour ouvrir les yeux et les oreilles.

BIOGRAPHIE: DE HEIDENHEIM MÜNSTER, TÜBINGEN ET STUTTGART À ROME
Le cardinal Walter Kasper est dans tous les aspects de la famille de l'un des plus proches conseillers du pape et dans le débat sur l'avenir de la famille roue centrale et décisive pastorale, qui a constamment pas moins poussé des réformes dans la question de la réception de la communion pour les divorcés remariés.

Par conséquent, il peut maintenant être vu avec l'Exhortation post-synodale du pape "Amoris laetitia" (joie de l'amour) heureux parce que cela fait des réformes. Ce Francis le pochoir de l'église interne habituelle retrait de conservateur et progressiste, Kasper a dit à plusieurs reprises sur Francis; la constatation vaut à lui-même au même.

Kasper est né le 5 Mars 1933 à la ville souabe de Heidenheim. Il a étudié la philosophie et la théologie catholique à l'Université de Tübingen et Munich. En 1957, il a été ordonné prêtre. En 1961, il a reçu son doctorat; trois ans plus tard, il habilitowany dans le dogme du commerce. Avec 31 ans il a repris à la faculté de l'Université de Münster professeur de théologie catholique de théologie dogmatique. En 1970, il a suivi un appel à Tubingen.

1989 Kasper évêque de Rottenburg-Stuttgart. Dix ans plus tard, l'appelait Jean-Paul II. Dans le Vatican. En tant que membre du Vatican Curia Kasper de 1999 à 2010, le Conseil pontifical pour l'unité des chrétiens et de la Commission pontificale pour les relations religieuses avec les Juifs. Il vit et travaille encore à Rome et se consacre à des études et des publications théologiques intensives. (Pep)

L'Allemand applique à Rome comme un homme pour les cas délicats et joué avant et pendant la famille Synode un rôle de premier plan.

En intelligence et ensemble de compétences de Kasper, le prix Charlemagne d'Aix -la- cadres pour convaincre le pape de ce prix - exceptionnellement - à accepter. A propos de Francis et ses directives, et la résistance à laquelle il rencontre dans l'église, en disant nos rédacteurs Bernd Mathieu et Peter Pappert avec Kasper.



Francis a poursuivi un programme ambitieux. Comment est l'écho dans l'Eglise et dans la Curie du Vatican?

Kasper: La grande majorité des gens de l'Eglise catholique sont aussi largement enthousiaste au sujet de ce pape. Dans la Curie il y a aussi la résistance. Mais où il n'y a pas? Si tout serait remanié dans votre éditorial, il y aurait une résistance.

Est-ce que le pape tout révolutionner à la Curie?

Kasper: Il roule beaucoup de choses - mais non seulement structurellement. Pour lui, il est tout au sujet de la mentalité. Seulement quand les changements à apporter la réforme structurelle rien. Cela prend du temps. Francis travaille.

Le pape a proclamé l'année de miséricorde. Mercy est le concept central de son pontificat. Vous avez écrit un livre sur l'organisme il y a quatre ans et là, le cardinal Jorge Mario Bergoglio payé en Mars 2013 au cours du conclave au Vatican. Comment se fait-il?

Kasper: Quelques jours avant le début du conclave semblait l'édition espagnole du livre. Le cardinal Bergoglio je payé, quand je vis à sa porte lui dans la maison d'hôtes "Santa Marta". Les chambres sont toujours tirées avant le conclave parmi les cardinaux, et il était situé exactement en face de moi. Il aimait le titre "Misericordia" puis évidemment lu le livre pendant le conclave.


Le premier dimanche après son élection Francis explicitement mentionnée dans la place de votre livre et recommandé pour la lecture. Que faites-vous penser?

Kasper: J'ai vu et pensé à la télévision (rires): "Ce qui se passe au Pape" Un peu plus tard, il me dit: «Je l'ai fait de la propagande pour vous."

Était-il pour vous devriez être avant le conclave quelqu'un pape et la puissance?

Kasper: Il était un candidat potentiel certainement pour moi. Mais la vraie chose est arrivé dans le conclave; parce que l'impression était: Les choses bougent. Il y a donc d'autres ont confirmé cardinaux. Bergoglio était certainement quelqu'un pour être regardé. La Curie était dans une crise; quelqu'un devait venir de l'extérieur. Il avait très bien parlé dans Vorkonklave.

Guerre dans le conclave une forte majorité pense que bouffée d'air frais de l'extérieur est nécessaire, ou avez-vous fait beaucoup de persuasion?

Kasper: Je suis réticent. Un tel choix est une question de conscience. Comme ne devrait pas essayer de prendre trop d'influence que vous.

Y at-il factionnalisme en conclave?

Kasper: Ce ne devrait pas être. Certains des cours approchent; c'est la chose la plus normale du monde. Certains parlent de lui-même; qui ne sont pas interdites. Cette forme de véritables fractions, je ne doivent pas. Tout le monde doit faire avec sa conscience.

Vous avez parlé d'une «révolution de la tendresse et de l'amour." Est-ce la tendresse, qui est si rare dans les performances des grands liens du monde de la politique, de la religion et de l'économie qui laisse le pape à battre le coeur?

Kasper: Il est d'abord et avant tout un être humain. Les gens de sens. Et ils se sentent qu'elle est crédible qu'il vit ce qu'il dit. Il parle d'une image riche, un langage concret très que les gens comprennent. Francis est pas de l'établissement. Il veut rencontrer des gens. Il a besoin de cela. Par conséquent, il ne réside pas dans l'appartement papal. Lorsqu'on lui a demandé pourquoi il ne prend pas au palais, il dit: «Ceci est pour moi un problème pathologique. Parce que je ne peux pas vivre. Depuis que je suis trop isolé. Je dois être autour des gens ".

Il est souvent affirmé par le vent frais qui souffle à travers l'Eglise catholique, de la glasnost et de la perestroïka au Vatican, d'une époque franciscaine. Est-ce approprié ou excessif?

Kasper: Ces termes sont toujours un peu exagéré. Mais il est vrai: Francis veut changer le visage de l'Eglise - pas leur essence. Il veut un visage compatissant de cette église humaine,. Il veut une église pas pointer un doigt incriminant, mais avec une main tendue. Il a une grande expérience pastorale des communautés rurales et des bidonvilles argentins. Le pape se tient avec les deux pieds sur le sol; il est pas dans un monde de bureau levé à la maison.

Certains dans l'Église catholique est pas assez rapide au tour franciscaine, d'autres, il est déjà trop loin.

Kasper: Les critiques et les freins hésitants; d'autres veulent révolutionner rapidement tout. Cela ne peut pas être le pape. Francis est en cours, étape par étape; il veut prendre le plus grand nombre. Son bureau est le bureau de l'unité.

Qui freins?

Kasper: les gens ajustés conservateurs qui pensent fortement des principes il y a, ils veulent voir sauvegardés; perdant ainsi une partie de la poignée. Ils craignent aussi trop de changements. La Curie est une vieille institution, les carrières et les coutumes sont maintenues dans le.

Les critiques au sein de l'église critiquer le Pape, bien qu'il avait déjà arraché beaucoup de murs, mais pas de plan pour le nouveau bâtiment, il avait plus d'idées que la substance. Il était trop spontané.

Kasper: d'être spontané, il est pas négatif. Francis peut être guidé par l'Esprit Saint. Pour lui, la foi est sans projecteurs, mais une lanterne qui illumine étape par étape; elle donne toujours de la lumière pour la prochaine étape. Il reflète exactement ce qui est possible. Cela peut être vu aujourd'hui dans le document "Amoris laetitia" Family Synode. Le pape innove, mais il ne peut pas diviser son église.

Ils ont trouvé il y a plusieurs mois, le Synode avait ouvert "aux sacrements de la porte pour l'admission dans les cas individuels, les divorcés remariés." Quel est votre espoir aujourd'hui?

Kasper: La porte est ouverte. Mais François ne dicte pas comment passer à travers eux. Il n'a pas répété plus tôt, des déclarations négatives des papes précédents sur ce qui est impossible et non autorisés. Donc, il y a de la place pour les évêques individuels et les conférences épiscopales. Le Synode de la famille en effet montré qu'il n'y a pas seulement progressiste et conservateur, mais différentes cultures dans une église. L'autonomie des cultures est actuellement très clairement. Puis le pape doit prendre en considération. tous les catholiques pensent pas comme nous l'allemand.

Donc, Francis tient à l'objectif de laquelle il a demandé à plusieurs reprises pour les grandes occasions: la synodalité, la décentralisation, plus de pouvoirs pour les églises locales.

Kasper: Dans "laetitia Amoris" dit-il sur les deux premières pages, il est pas la tâche du Magistère de décider pour chaque situation individuelle. En second lieu, dit-il, l'église a dû acculturer. Mais les cultures sont maintenant fois différent. En d'autres termes: nous pouvons être à droite, ce qui est considéré comme mauvais en Afrique. Donc, le pape laisse place à différentes situations et des développements futurs.

Les mouvements de l'église.

Kasper: Oui. Francis ne veut pas tout laisser. Il parle de la passion et la beauté de l'amour passionné. Ce ne sont pas comme autrefois abstraite ou caractérisée par la méfiance.

Un nouveau ton.

Kasper: Oui, un ton nouveau.

Et vent arrière pour la Conférence épiscopale allemande.

Kasper: Bien sûr.

Est-il plus facile à traiter pour le pasteur sur place avec des problèmes dans le ministère de la famille?

Kasper: Lumière et difficile en même temps. La pratique a longtemps été beaucoup plus ouvert avec nous. Quand j'étais évêque de Rottenburg, m'a dit un pasteur d'une mère qui a divorcé et remarié et sa fille avait préparé beaucoup mieux et plus intense pour la première communion que d'autres, une femme qui était dans l'église et Caritas très active. Maintenant, il ne pouvait que le jour de la première communion de la fille n'a pas dit: ". Vous pouvez, mais votre mère n'a pas le droit" Le prêtre était tout à fait raison. Voilà ce que je dis au pape, et Francis a confirmé mon attitude:. ". Comme le ministre doit prendre une décision" Je lui ai dit "Il a choisi" pour réglementer ces situations humaines, mais il est maintenant un vent arrière. D'autre part, il n'y a pas de panacée. Le pasteur de flair. Je ne sais pas si tous sont prêts assez. Comme on l'a passé dans la formation d'un lot, tout le monde donc pas fait ce qu'il veut. Certains sont en avance sur les autres, vous devez pousser. Il serait bon si nous avions des critères communs, aucune instruction, mais les normes.

Le motif primordial est la compassion. Est-ce que Francis a appelé le traitement des réfugiés de l'UE de la miséricorde du Moyen-Orient et de l'Afrique? Écoutez l'UE affirme son message?

Kasper: Le message n'a pas été acceptée par tous. Même un pape a rencontré l'opposition. D'autre part, sa visite à l'île de Lampedusa réfugiés a eu des conséquences. Auparavant, il a été expressément interdit les pêcheurs italiens pour aider les réfugiés naufragés. Cela a changé. Nous devons les enfants, les bébés, les personnes âgées non pas comme les chrétiens quittent juste couché dans la boue et sous la pluie. Bien sûr, Eu-rope ne peut pas les prendre tous. Mais les limites ne résolvent pas le problème et ne peuvent pas remplacer même le droit individuel d'asile. Si nous agissons comme le petit Liban, nous aurions à absorber des millions.

Francis souvent formulé très clairement, même fortement, quand il parle de la politique européenne des réfugiés. Elle exige des termes sans équivoque de Europa, de changer son mode de vie. Il est impatient.

Kasper: Que nous comme d'habitude ne peut pas continuer, est évidente. Qu'est-ce qu'on laisse derrière pour les prochaines générations? Le Pape a formulé prophétique - pas seulement des principes abstraits mais des tâches concrètes. Cela est nécessaire, en particulier par une certaine crainte en effet carrément est alimenté: Islamisation de l'Europe! Le chancelier est tout à fait raison quand elle dit: L'islamisation nous faisons le mieux afin d'éviter que nous allions le dimanche à l'église plus souvent.

Attendez-vous le 6 mai à la cérémonie du Prix Charlemagne à Rome une tirade du Pape à l'Europe?

Kasper: Non Philippika - ce n'est pas son chemin, mais il va exprimer clairement son opinion si les valeurs de base en Europe correspondent à la politique de l'UE ..

On dit qu'un pape prend généralement pas de prix lors. Pourquoi Francis avec le Prix Charlemagne une exception?

Kasper: Le Conseil du Prix Charlemagne me avait demandé de servir de médiateur. Je suis allé au pape et lui ont expliqué le but de ce prix. L'Europe est dans une situation difficile; Donc, quelqu'un est voulu, qui est un, crédible, autorité morale authentique. Comme il y a quelques-uns; Francis est peut-être le seul. Il regarde le prix ne vise pas comme un honneur personnel, mais une bonne occasion de dire quelque chose à propos de l'Europe - un continent qui est devenu son avis un peu fatigué.

Ils étaient importants pour le prix Charlemagne d'Aix-ambassadeur.

Kasper: Je ne sais pas; J'étais le facteur.

Était-ce difficile de convaincre le Pape?

Kasper: L'argument attentivement. Il peu de temps après à la question d'un journaliste pourquoi il accepte le prix, a déclaré: "Ceci est dû à l'obstination du cardinal Kasper."

Kardinal Kasper: Was Franziskus von der Kirche und Europa erwartet -

     

Soutenir le Forum Catholique dans son entretien, c'est possible. Soit à l'aide d'un virement mensuel soit par le biais d'un soutien ponctuel. Rendez-vous sur la page dédiée en cliquant ici. D'avance, merci !


  Envoyer ce message à un ami


 Cal Kasper:Révolution,glasnost et perestroïka au Vatican par Jean Kinzler  (2016-04-29 11:56:51)
      François veut tout bouleverser dans l'Eglise par Jean Kinzler  (2016-04-29 12:15:56)


20 liseurs actuellement sur le forum
Mentions Légales
[Valid RSS]