Freiburg : Bénédiction à l'Eglise pour les divorcés remariés? par La Favillana 2013-10-08 10:13:28 |
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Un germanophone pourrait-il nous en dire plus? Merci.
„MENSCHEN BEGLEITEN - AUCH BEIM SCHEITERN VON EHEN“
- 07.10.2013 - Seelsorgeamt veröffentlicht Handreichung: Viele suchen Rat

Freiburg. Die Erzdiözese Freiburg legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Ehe- und Familienpastoral. Dazu gehören sowohl die Ehevorbereitung also auch die Hilfe für junge Familien sowie das Begleiten von Ehen, die in die Krise geraten und scheitern. Sie will auch Orte anbieten, "die für die Betroffenen einer gescheiterten Ehe offen sind, wo man ihnen zuhört und wo sie begleitet werden". Das Seelsorgeamt der Erzdiözese hat dazu Empfehlungen veröffentlicht, die seit Anfang Oktober als Handreichung allen Seelsorgern vorliegen. Den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die Paare bei Trennung, Scheidung oder einer zivilrechtlichen Wiederheirat begleiten, soll diese Handreichung als Orientierung dienen - für die Seelsorge-Praxis in den kommenden Jahren. Wie der Rektor des Seelsorgeamtes, Domdekan Andreas Möhrle, in Freiburg betonte, gibt es eine "große Zahl von Menschen, die sich in dieser Lebenssituation Rat und Wegbegleitung von der Kirche erhoffen", um zu erfahren, was Jesus Christus gelehrt und vorgelebt habe: "Die Treue und Barmherzigkeit Gottes gilt auch für diejenigen, deren Lebensentwurf gescheitert ist. Ermutigende Wegbegleitung und einfühlsame Gesprächsführung können Menschen unterstützen, neue Perspektiven für ihr weiteres Leben zu finden."
"Die verschiedenen Situationen gut unterscheiden"
Im Kontakt mit Geschiedenen und zivilrechtlich Wiederverheirateten geht es nach Ansicht des Seelsorgeamtes darum, "dass die menschenfreundliche und respektvolle Grundhaltung Jesu erfahrbar wird". Viele Seelsorgerinnen und Seelsorger seien im Gespräch mit wiederverheiratet Geschiedenen verunsichert: "Einerseits nehmen sie wahr, dass die Betroffenen sich oft ausgegrenzt fühlen und darunter leiden, andererseits wissen sie um die Vorgaben der kirchlichen Lehre und des Kirchenrechts." Die Handreichung unterstütze darin, "die verschiedenen Situationen gut zu unterscheiden" – wie dies auch von Papst Franziskus empfohlen wird. So hat der neue Papst davor gewarnt, „ohne Unterscheidung eine Menge von Lehren aufzudrängen“ und hervorgehoben: „Wir müssen also ein neues Gleichgewicht finden, sonst fällt das moralische Gebäude der Kirche wie ein Kartenhaus zusammen.“ Auch Papst Benedikt XVI. hatte betont, es gebe im Umgang mit Geschiedenen keine "einfachen Rezepte" - es sei "eine große Aufgabe“ für die Kirche, dafür zu sorgen, dass sich wiederverheiratete Geschiedene "geliebt, akzeptiert und nicht ausgeschlossen fühlen.“
"Seelsorgende suchen mit Geschiedenen nach Schritten der Versöhnung"
Wie aus der Handreichung des Freiburger Seelsorgeamtes hervorgeht, sind in der Regel
Quelle: Erzbischöfliches Seelsorgeamt
mehrere Gespräche mit den betroffenen Männern und Frauen erforderlich - auch, um auf die in der Kirche gegeben Mittel und Wege einer rechtlichen Klärung ihrer Situation hinzuweisen: Zum anderen gehe es um die Versöhnung mit der eigenen Lebensgeschichte: "Wenn die eigene Verantwortung und eine mögliche Schuld angenommen werden, wächst die Chance, eine neue Perspektive zu finden und gegebenenfalls in einer neuen Partnerschaft nicht wieder aus den alten Gründen zu scheitern." Viele Paare haben nach Überzeugung des Seelsorgeamtes eine hohe Bereitschaft, sich diesen Fragen zu stellen "weil sie nichts mehr wünschen, als dass ihr weiteres Leben und eine mögliche zweite Partnerschaft gelingen: "Seelsorgende suchen mit ihnen nach Schritten der Versöhnung".
"Gemeinsames Gebet mit Segnung und Übergabe einer Kerze"
Nach einer Reihe von theologisch fundierten Seelsorge-Gesprächen mit wiederverheiratet Geschiedenen sei ein gemeinsames Gebet denkbar, in dem die "Versöhnung mit der Vergangenheit" verknüpft werde mit "Dank für die Gegenwart Gottes und Fürbitte für die Zukunft". Als Zeichen könnten "die Segnung und Übergabe einer Kerze" dienen. Dabei soll auf alle bei Trauungen üblichen Riten bewusst verzichtet werden. Eine zeitgemäße Ehepastoral müsse „mit sehr viel Augenmaß und Klugheit angegangen werden“. - Auch bei den Dialog-Aktivitäten zur Zukunft der Kirche und der Diözesanversammlung Ende April hatte dieses Thema eine wichtige Rolle gespielt http://www.erzbistum-freiburg.de/html/thema_5.html. Der neue Papst Franziskus hat inzwischen mehrfach betont, es brauche „mehr Barmherzigkeit“ in der Kirche – auch im Umgang mit Geschiedenen und zivil Wiederverheirateten. Deshalb will er die nächste Weltbischofssynode dem Thema der Familienpastoral widmen – vor allem mit Blick auf die Situation der wiederverheiratet Geschiedenen.
(seso)
http://www.erzbistum-freiburg.de/html/hochzeit888.html
http://www.familienseelsorge-freiburg.de/html/trennung_scheidung259.html?t=067ec7bd14bcd4716019726735fe89e0
http://www.familienseelsorge-freiburg.de/html/veranst/detail.html?&m=8958&vt=1&anc=a677399&tid=677399
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